Die Reihenhauszeile liegt auf einem Grundstück im Süden von München, unmittelbar am lsarhochufer. Die ursprüngliche Bebauung war im Krieg zerstört worden und musste abgetragen werden; nur die kleine Wallfahrtskirche St. Anna blieb am Rand der Parzelle stehen. Zu ihr hält die neue zweigeschossige Wohnanlage respektvollen Abstand: Zwischen Kirche und Häusern liegt eine große Grünfläche mit altem Baumbestand, die von den Bewohnern gemeinschaftlich genutzt wird. Zu dieser parkartigen Seite öffnen sich die zehn Reihenhäuser mit raumhohen Fenstern; auch zur Straße hin sind die Fassaden vollständig verglast, jedoch ist jeder Einheit ein kleiner, mit Mauern eingefasster Wohnhof vorgelagert, der vor neugierigen Blicken schützt und zugleich einen halböffentlichen Zugang abgrenzt.
Die Häuser sind als schmale, tiefe Einheiten konzipiert - 6,50 x 17,40 Meter - mit Zimmern zu beiden Frontseiten und einem Erschließungs- und Nebenraumkern in der Mittelzone. Oberlichter lenken gezielt Licht in diesen Bereich und die offen gestaltete, einläufige Treppe sorgt dafür, dass das Licht auch in die Flurzone im Erdgeschoss dringt. Die Zimmer im Obergeschoss sind jeweils 3 Meter breit und variieren lediglich in ihrer Tiefe; durch den Rückbau der Trennwände lassen sich jeweils zwei Räume zusammenfassen.
Die Wohnanlage ist vollständig unterkellert, wobei nur in einem Teil Abstellräume untergebracht sind. Die restliche Fläche beansprucht die gemeinschaftliche Tiefgarage. die jeder Wohneinheit zwei Stellplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bietet. Über den privaten Keller und eine separate Treppe kann man direkt in die Wohnung gelangen.
Von allen Wohnräumen gibt es einen Zugang zu einem Balkon bzw. einer Terrasse - entweder zur Gemeinschaftswiese im Nordwesten orientiert oder zum privaten Gartenhof im Südosten. So können sich die Bewohner zu jeder Tages- und Jahreszeit einen Sonnen- oder Schattenplatz suchen. Faltschiebeläden aus Aluminium an der Außenkante der Freisitze dienen bei Bedarf als Sonnenschutz; Betonschotten schützen vor den Blicken der Nachbarn. Auch dem Thema Schallschutz wurde besondere Sorgfalt gewidmet: Die Haustrennwände sind als zweischalige Ortbetonkonstruktion mit einer 5 Zentimeter breiten Trennfuge ausgebildet. Die Entkopplung erfolgt ab der Oberkante der Bodenplatte, die als gemeinsames Fundament unter allen zehn Häusern durchläuft. Dadurch erreicht die kompakte Wohnanlage die Qualitäten eines freistehenden Einfamilienhauses; die Privatsphäre der Bewohner ist gewahrt, und die einzelnen Einheiten wirken nicht nur aufgrund ihrer 197 Quadratmeter offen und großzügig.